#griffecke, die

Henrik Bortels, MBA - Mein Thema: Medien in der Konvergenz von analog und digital.
Recent Tweets @hbortels
Posts I Like
Who I Follow

Fast 60 Prozent der Deutschen wollen nicht für Online-Nachrichtenangebote zahlen. Das zeigt das Ergebnis einer exklusiven Befragung von Statista. Gefragt, wie viel sie monatlich für eine Seite wie Spiegel.de, Bild.de oder Zeit.de zahlen würden, antworteten 59 Prozent der Befragten mit 0 Euro.

Im Schnitt würden die zahlungswilligen Deutschen 5,45 Euro pro Monat für eine Seite wie Spiegel.de, Bild.de oder Zeit.de zahlen. Doch hält der größte Teil der Deutschen einen Betrag zwischen 2 Euro und 5 Euro für Seiten wie Spiegel Online, Zeit Online oder Bild.de für angemessen.

Infografik: So viel würden die Deutschen für Online-Journalismus zahlen | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Jüngere Personen sind offenbar eher bereit, für Online-Journalismus zu zahlen. Von den 20- bis 29-Jährigen würden 47 Prozent zumindest kleine Beträge bezahlen. Bei den Personen zwischen 40 und 49 Jahren sind es nur 35 Prozent.

Statista befragte für die beschriebene Untersuchung im Spätsommer 2014 über ein Online-Panel 1.001 Personen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Bevölkerung Deutschlands zwischen 14 und 49 Jahren.

Die Verwertungsgesellschaft (VG) Media rechnet mit einem umfassenden Verzicht der Verlage auf die Durchsetzung des Leistungsschutzrechtes gegenüber Google. Das geht aus einem Schreiben der VG Media an das Bundeskartellamt hervor.

Damit geben die Verlage offenbar dem Druck von Google nach. Der Suchmaschinenkonzern will am 23. Oktober 2014 die Suchergebnisse bei sämtlichen Artikeln von Verlagen, die in der VG Media organisiert sind, eindampfen. Dann wären statt Textanriss und Vorschaubild nur noch die Überschriften zu sehen.

Zu diesem Schluss kommt Christian Buggisch, nachdem er das Angebot der F.A.Z. für die digitale Sonntagsausgabe inkl. iPad Air auseinandergenommen hat. Zwar kann ich seinen Zahlen nicht ganz folgen. Doch komme auch ich zu dem Schluss, dass ein Paket aus Digitalabo plus Gerät deutlich teurer ist als der Kauf eines eigenen Gerätes, auf das man sich dann das Digitalabo lädt.

Digitalabo, monatlich, ohne Hardware: 11,90 EURüber 24 Monate: 11,90 x 24 = 285,60 EUR

Digitalabo, monatlich, mit Hardware: 19,90 EUR
über 24 Monate: 19,90 x 24 = 477,60 EURzzgl. Zuzahlung für kleinstes iPad Air: 299,00 EUR
SUMME des Digitalpaketes: 776,60 EUR

Ziehe ich von dieser Summe über 2 Jahre den Betrag des eigentlichen Digitalabos (ohne Hardware) ab, dann erhalte ich:

776,60 - 285,60 = 491 EUR für die reine Hardware des Bundles.

Damit kostet das Gerät in der Tat etwas mehr als im Apple-Store (479 EUR) und deutlich mehr als zum Beispiel bei Amazon, wo ich das iPad Air 16GB WiFi derzeit für 429 EUR kaufen kann.

Ein ziemlicher Irrsinn.

Stefan Winterbauer von MEEDIA beschreibt sehr treffend den (letzten) Versuch der VG Media, sich gegen Google durchzusetzen:

[Die VG Media] will Google dazu zwingen, ihre Leistungsschutzrechte zu verletzen, damit sie dann von Google Lizenzgebühren kassieren kann.

Dabei hat das Kartellamt bereits signalisiert, dass es das Vorgehen von Google beim Streit um das Leistungsschutzrecht für rechtens hält. In den Suchergebnissen sollen die Inhalte der Verlage, die sich in der VG Media organisiert haben, nur noch abgespeckt angezeigt werden. Die VG Media will von Suchmaschinen wie von Google Lizenzgebühren für das Anzeigen von kleinen Textausschnitten und Vorschaufotos auf Suchergebnisseiten einfordern.

Facebook, Twitter, WhatsApp und Snapchat sind längst noch nicht das Ende der Fahnenstange. Hier ein Blick auf sehr spezielle Social Networks aus Asien.

emergentfutures:

Inside Germany’s startup factory: Rocket Internet built Helpling into a global company in 9 months

In early January, Helpling was an idea in the head of two guys walking into a meeting at Berlin-basedRocket Internet. Now, Helpling has 200 employees and operates in 140 cities spread across eight countries. In less than nine months, Rocket built Helpling from nothing into a global e-commerce company.

In Silicon Valley, Rocket is often dismissed as a copy-cat artist, making half-baked versions of other people’s ideas. But that misses the point of what Rocket has become and what it cares about. Its real claim to innovation is its methodical approach to identifying digital business models, launching startups, and then growing them quickly. In the last few years, Rocket has created 65 businesses, fueling its own growth that resulted in its recent $1.8 billion IPO in early October.

While Silicon Valley cherishes originality and the romantic notion of the lone founder conjuring innovative ideas, Rocket is focused on speed and size in order to seize opportunities in less sexy markets. Where entrepreneurs in Silicon Valley search for ideas to dazzle their peers, Rocket pursues what it calls “butter and beer” businesses that aim to fill simple, everyday needs of consumers in places where online services are not quite as commonplace as they are in an area like San Francisco.

Full Story: Venture Beat

Nur rund ein Drittel der Deutschen (38 Prozent) verfügt über gute oder mittelmäßige Internetkenntnisse. Im europäischen Vergleich kommt Deutschland damit gerade einmal auf Platz 27 von 31 Nationen. Das teilt der Hightech-Verband BITKOM mit Bezug auf eine Erhebung der EU-Statistikbehörde Eurostat mit.

Abgefragt wurden Kenntnisse wie die Bedienung einer Suchmaschine, der Versand von E-Mails mit Anhang oder die Beteiligung in Chaträumen oder Newsgroups.

Bei den 16- bis 29-jährigen Deutschen sieht es zwar besser aus: Immerhin verfügen 72 Prozent über gute oder mittelmäßige Internetkenntnisse. Doch reicht das im europäischen Vergleich auch nur für Platz 27.

Das wundert mich nicht wirklich, wenn ich mir die Bildungslandschaft in Deutschland ansehe. Schon in der Grundschule argumentieren Viertklässler ihre Lehrerin an die Wand, wenn es um das Internet geht. Doch auch zu Hause werden viele Kinder in Sachen Internet allein gelassen.

Die besten Internetkenntnisse weist Island auf, wo 77 Prozent der Bürger über mittlere oder gute Kenntnisse verfügen. Auf Platz zwei folgt Dänemark (71 Prozent), auf dem dritten Rang liegt Schweden (68 Prozent).

Kann bitte mal jemand das Durchschnittsalter der Lehrer in Island, Dänemark und Schweden mit dem Durchschnittsalter deutscher Lehrkräfte ins Verhältnis setzen?

Der Berliner Tagesspiegel stellt die unterschiedlichen Ansätze jeweils kurz und übersichtlich vor: Laterpay, Blendle und Wondermags sind derzeit die Favoriten.

the people have fully embraced the digital world, enthusiastically adopting public and private online services — offering a snapshot of a society that lives first and foremost online

Estonia beziehnungsweise Estland trägt das -E- für “elektronisch” bereits im Namen. Mit 15 bekommt jeder der 1,3 Millionen Einwohner einen elektronischen Ausweis. Damit können sämtliche Dokumente elektronisch unterschrieben werden. Auf einem Chip sind die wichtigsten persönluchen Daten gespeichert.

Das Land hat nach der Unabhängigkeit Anfang der 90er Jahre die radikale Digitalität gewählt:

“Luckily, Estonia was never a rich country,” said Priit Alamae, chief executive of Nortal, a local company that built much of the technology powering Estonia’s digital services. “We’re like a working-class child and had to earn everything on merit.”

Das Zitat stammt aus dem Artikel “Estonians Embrace Life in a Digital World" der New York Times (9.10.2014). Genau der richtige Lesestoff für einen Sonntag. 

Wir schreiben das Jahr 1999… Als WiFi noch Zauberwerk war. Steve Jobs begeistert die Massen mit einem Hula Hoop Reifen.

Die sogenannten sozialen Medien bringen den Nachrichtenseiten zwar viele Nutzer, doch die erzeugen dort nur ein Strohfeuer:

eigentlich ist es die falsche Strategie, seine Seiten für den schnellen Leser für Google oder Facebook zu optimieren und dabei die Marke aus den Augen zu verlieren. Denn der Leser, der direkt auf die Seite kommt, bleibt deutlich länger, informiert sich umfassender und ist damit sowohl für die Werbung als auch Paid Content weit wertvoller als der Leser, der per Deep Link von einer Suchmaschine oder einem Netzwerk kommt und meist schnell wieder verschwindet

Licht am Ende des Tunnels? Das ist für Medien in der digitalen Konvergenz gar kein gutes Zeichen…

Total spannend: 1. Die Seite Facebook IQ, auf der Infos über das Konsumentenverhalten der User gebündelt werden. 2. Die erste Studie dieser Seite zum Thema: Wie wachsen Digital Natives heute auf?