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Henrik Bortels, MBA - Mein Thema: Medien in der Konvergenz von analog und digital.
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Zwischen 800.000 und 900.000 Digitalabos könnten möglich sein. Das hat die Unternehmensberatung McKinsey der New York Times vor vier Jahren vorausgesagt. Jetzt stagniert der Wert der Digitalabos… bei 831.000.

Zwar stieg der Wert auch im 2. Quartal 2014 weiter. Doch entschieden sich die meisten der 32.000 neuen Leser für eines der neuen, schnellen Angebote wie die App nytNOW (8 USD pro Monat). Für die traditionellen Digitalabos muss zwischen 15 USD und 35 USD im Monat gezahlt werden.

The Times declined to comment on the McKinsey study, but the company referred to comments CEO Mark Thompson made at an investor conference in May: “It’s not ridiculous to think of a high single million number in the U.S. as an addressable market.”

Translation: We think we can sell 8 million or 9 million subscriptions — eight or nine times where we’re at now — at a variety of price points, but likely with the bulk of growth at lower than current price points.

Zusammen mit den Erlösen aus der digitalen Werbung umfasst das digitale Geschäft der New York Times aktuell rund 312 Millionen USD. Darin sind bereits knapp 163 Millionen USD digitale Werbeerlöse enthalten.

Der Betrieb der gesamten New York Times, digital wie gedruckt, ist jedoch wesentlich teurer. re/code hat errechnet, dass alle digitalen Erlöse nur rund 20 Prozent der NYT ausmachen. Würde das Papiergeschäft morgen eingestellt, dann könnten laut re/code nur noch 200 Journalisten im Newsroom arbeiten.

Wann werfen die ersten großen Verlage ihre Druckmaschinen über Bord und fahren mit einem kleineren digitalen Schnellboot in ihre ungewisse Zukunft?

Print: Gymnasium, Online: Hauptschule

Die taz-Kolumnistin und Berichterstatterin von der Medienfront, Silke Burmester, hat kein Verständnis für die Blockade-Haltung der Spiegel-Redakteure. Für sie solle offenbar “bitte alles bleiben, wie es ist. So dampfmaschinenmäßig”. Eine Ursache sieht die Kriegsreporterin in der Mitarbeiterbeteiligung beim Spiegel, die festangestellte Redakteure hat träge werden lassen:

Damit auch die zehnte Ferienwohnung von der Gewinnbeteiligung gekauft werden kann, entscheiden die Mitinhaber im Sinne ihres Hier und Jetzt und tun so, als ginge sie die Zukunft der Firma nichts an.

Die Gefahr liegt nicht darin, dass Print zu Online verkommt – eher das Online durch Print gelähmt wird

Roland Tichy, Wirtschaftsjournalist und seit Ende Juni 2014 Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung, blickt etwas irritiert auf den Streit um die Ressortleiter beim Spiegel. Hinter dem Streit “über die Abschaffung der Kugelkopf-Schreibmaschine” vermutet er vielmehr einen Wettstreit um die Pfründe:

Print will die Profite mit dem Investitionsbereich Online nicht teilen. Das ist kurzfristig verständlich, langfristig falsch. Wenn es so bleibt, muss Online nicht nur bei den Gehältern weiter darben, sondern bald auch noch die Bestattungskosten für Print übernehmen.

Mein Tipp für den Fernsehabend: Am 26. August gegen 21:30 Uhr auf ARTE TV.

Die VG Media ist das neue Brasilien

Dieses Zitat versteht nur, wer das legendäre Spiel der WM 2014 gesehen hat. Die Niederlage des Gastgebers Brasilien mit 1:7 gegen Deutschland macht Google zum überlegenen Sieger - der Begegnung und der WM. Denn die Entscheidung des Kartellamts in Sachen Leistungsschutzrecht gegen die VG Media entspricht dem Fiasko der Brasilianer auf dem Platz.

Bei Google mussten sie sich erst von den Lachanfällen erholen, um dann den Verlagen zu demonstrieren, wie die Machtverhältnisse im digitalen Zeitalter wirklich sind: entweder man dürfe weiterhin kurze Auszüge für Google News kostenlos nutzen – oder man nehme den Anbieter aus dem Newsverzeichnis (nicht aus dem Suchindex, wohlgemerkt).

Was daraufhin passierte, darf als weiteres Lehrstück gelten. Die allermeisten knickten vergleichsweise schnell vor dem Konzern ein, weil sie ahnten, dass der ihnen entstehende Schaden größer ist als umgekehrt. Gleichzeitig entschlossen sie sich (zumindest die der VG Media angehörenden Verlage) zu einem verblüffenden Paradox: Man wollte zwar weiter an der Reichweite von Google partizipieren, machte dem Konzern aber gleichzeitig diese Reichweite zum Vorwurf. Ein Vorwurf, den das Kartellamt jetzt dermaßen heftig abschmetterte, dass man fast gar nicht anders kann, als von eingangs beschriebener Klatsche zu reden: Das Beschwerdeziel sei “unklar”, die Beschwerde selber “nicht schlüssig und nicht substantiiert”. Das sind die diplomatischen Formulierungen für “völliger Quatsch”. Und als würde die VG Media nach diesen Worten nicht eh schon am Boden liegen, gibt ihr die an sich ironiebefreite Kartellbehörde noch einen ulkigen Tritt hinterher: Man überprüfe aber gerne mal, ob es sich bei der VG Media nicht um etwas Kartellähnliches handle. Im Fußball, um im Bild zu bleiben, würde nach einem solchen Desaster der Trainer gefeuert. Bei der VG Media empfiehlt sich der Gedanke, ob man sich nicht am besten gleich selbst auflösen soll.

schreibt Medienmensch Christian Jakubetz. Und iRights.info veröffentlicht das Schreiben des Kartellamts im Original und kommentiert es auch gleich noch.

NO More Newspaper… Feuer anzünden geht jetzt auch schon ohne Zeitung. Bleibt nur noch Fisch einwickeln (macht das noch jemand?) und nasse Schuhe ausstopfen.

ebookporn:

qsprn:

➽ wrong room [Noto Sans Bold]

(via amandaonwriting)

Die Verleger kapieren nicht, dass sie in dieser neuen Ökonomie auf dem wahren Kapital sitzen, nämlich den Kundenlisten und dem Wissen über die Präferenzen der Kunden.

Der Journalist Hannes Grassegger hat mit “Das Kapital bin ich. Schluss mit der Digitalen Leibeigenschaft" einen fulminanten Essay publiziert, in dem er das Leben in der digitalen Welt und das Schicksal der persönlichen Daten analysiert. Er kommt zur Schlussfolgerung: Daten sind der wichtigste Rohstoff des 21. Jahrhunderts, und es wird Zeit, dass sich der Einzelne seine Daten von den grossen Unternehmen wie Google und Facebook zurückholt. Im Gespräch mit persoenlich.com erklärt Grassegger seine Überlegungen und sagt, wie die Medienhäuser von der Situation profitieren könnten.

Journalisten haben ein Stück weit verpasst, den gesellschaftlichen Wandel auf ihre eigene Situation zu beziehen. Und nun bekommen sie sozusagen die Quittung dafür gereicht.

Der Kölner Presseforscher Andreas Vogel sieht die Ursache für das Zeitungssterben nicht im digitalen Wandel. Für ihn ist der verpasste mentale Wandel in den Redaktionen das eigentliche Problem.

Bei vielen Tageszeitung gelte noch immer das Prinzip “Jeder wird schon irgendwas finden, was er lesen will”. Das treffe bei einem Vier-Personen-Haushalt problemlos zu. Anders bei der wachsenden Zahl der Singles: “Wer dreimal das Gefühl hat, nur ein Viertel der Zeitung ist für ihn interessant, kauft sie beim vierten Mal nicht mehr”, sagt Vogel. Journalisten und Verleger müssten sich viel genauere Gedanken über ihre Zielgruppen machen.

engadget:

Facebook phone = fail, Facebook on phone = $$$

Gute Zusammenfassung der jüngsten Zahlen von Facebook.

Wenn nur 8 Prozent überhaupt für digitale redaktionelle Inhalte bezahlen wollen, dann müssten vor allem in den Redaktionen die Alarmglocken läuten. Wird wirklich so wenig exklusiver spannender Content produziert?

Und dann ist da noch die finanzielle Hürde: Für ein monatliches Abo lohnt es sich nur zu zahlen, wenn es auch inhaltlich ständig rappelt. Weil die absoluten Knallermeldungen aber leider nicht täglich digital verfügbar sind, sollten gute Storys mit Micropayment bezahlbar sein.

murketing:

Back to work.

Meine Antwort auf die Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

murketing:

Back to work.

Meine Antwort auf die Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

41 Prozent aller kaufentscheidungsrelevanten Informationen stammen mittlerweile aus digitalen Medien. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie “German Digitalization Consumer Report 2014” der Universität Münster und Roland Berger Strategy Consultants.

Das schreit quasi nach Plattformen wie Simply Local. Die Plattform übernimmt in der digitalen Welt die Aufgaben, die früher eine Tageszeitung wahrgenommen hat: Die Vermittlung von Händlern und Kunden:

simply local bietet Usern weit mehr als ein Vergleichsportal für Online-Shops. simply local ist der lokale Marktplatz im Internet. Eine neue Einkaufswelt, in der die Grenzen zwischen online und offline fließend sind. In der simply local den lokalen Marktplatz online abbildet und den Konsumenten zeigt, wo sie noch heute ihr Wunschprodukt in einem Laden in ihrer Nähe kaufen können. Versandkosten und Wartezeit entfallen und die fachkundige Beratung gibt es gratis dazu. Ist das gewünschte Produkt nicht in der Nähe verfügbar, liefert simply local Informationen, welcher Online-Shop das Produkt im Sortiment hat.